Von Stürmen, Sonne und Strand: Galveston

von Hannes am 10.03.2011 in Texas Trip mit 0 Kommentaren

Galveston Island

Was Rügen für den Deutschen ist Galveston für den Texaner. Galveston ist genauer gesagt eine Stadt, nicht die Insel selbst. Diese nennt sich Galveston Island. Die Stadt hat ca. 57.000 Einwohner, liegt 80 km südöstlich von Houston am Golf von Mexiko auf einer lang gestreckten schmalen Insel, die zugleich die südliche Grenze der Galveston Bay bildet.

Die Indianerstämme der Karankawa and Akokisa bewohnten ursprünglich diese Insel eher 1528 der Conquistador Álvar Núñez Cabeza de Vaca hier strandete. Um 1687 nahm ein gewisser René-Robert Cavelier das Gebiet für Frankreich in Besitz und benannte es zu Ehren seines Königs Ludwig XIV. St. Louis. Die Insel selbst betrat er lustigerweise nie. Die Insel wurde danach nochmals von den Spaniern und anderen besucht und hatte dem entsprechend ziemlich viele Namenswechsel zu verkraften. Die erste dauerhafte, europäische Siedlung uf Galveston errichtete um 1816 der Piratenkapitän Louis Michel Aury. Sie war Operationsbasis für den Krieg zwischen den Mexikaner und den Spanier. Mexiko selbst nutzte Galveston ab 1825 als Handelshafen und errichtete 1830 eine Zollstation. Im Texanischen Unabhängigkeitskrieg diente die Insel als Hauptstützpunkt der texanischen Flotte. 1836 war Galveston sogar kurze Zeit Hauptstadt der Republik Texas. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Galveston Handels- und Verkehrsdrehscheibe für Texas. Zwischen 1840 und 1870 kamen über eine viertel Million Einwanderer hier an, darunter viele Deutsche. Zeitweise erfolgten 70% der US-Ausfuhr von Baumwolle über diesen Hafen. In den Volkszählungen von 1870 war Galveston schließlich größte Stadt in Texas. Danach begann das Wachstum sich zu verlangsamen. Andere Metropolen wuchsen schneller, sodass die Stadt ziemlich schnell von San Antonio und Dallas überholt wurde.

Hafen von Galveston

Galveston ist zwar nicht oft von Hurricanes geplagt worden, allerdings gab es zwei sehr schmerzliches Ereignisse: Am 8. September 1900 suchte ein Hurricane Galveston heim, der die Stadt zum großen Teil zerstörte und geschätzt 8.000 Menschenleben forderte, damals ein Fünftel der Bevölkerung. Es bestand kein Zweifel daran, dass Galveston wieder aufgebaut werden sollte. Man lernte aus dem Desaster, erhöhte den Baugrund um Meter und errichte Schutzmauern. Allerdings hatte dadurch die Stadt ihre zuvor sehr herausragende Bedeutung verloren. Zuviel wurde einfach zerstört. 108 Jahre später, am 13. September 2008 um 2:10 Uhr Ortszeit erreichte Hurricane Ike die Stadt. Schon vor der Ankunft des Sturmzentrums war Galveston weitgehend überschwemmt. Fünf Meter hohe Wellen schlugen über die Dämme. Eine der größten Attraktionen wurde zerstört - die 79 Jahre alte Tanz- und Spielhalle "Balinese Ballroom", in der früher Stars auftraten wie beispielsweise Frank Sinatra. Bis heute schwirrt Hurrikan Ike in den Köpfen der Menschen und hat die Insel stark geprägt.

Galveston Island ist eine sehr windige Insel. Ein Paradies für Surfer, die man von morgens bis abends an den Stränden beobachten kann. Das Wasser ist angenehm warm. Die Tierwelt ist insgesamt sehr ausgefallen. Pelikane und viele andere Vogelarten tummeln sich am Hafen, auf den Dächern der Hotels und an den Stränden. Wer Zeit und Lust hat sollte sich den Hafen von Galveston anschauen. Dort werden Bootstouren angeboten um Delphine im Hafenbecken zu beobachten. Eine Garantie diese auch wirklich immer zu sehen gibt es leider nicht. Sollte man aber keine gesehen haben gibt es sogar meistens eine Freikarte um nochmals eine Bootstour vorzunehmen. Shopping technisch ist alles auf Baden und Strand ausgelegt. X Shops bieten alles vom Surfbrett bis zu Badehosen und Sonnebrillen in allen Variationen und Größen. Die Hotels sind leider etwas teurer, trotzdem sind die Preise nicht zu unverschämt.

It's me!

Hannes

Mein Name ist Hannes, in Deutschland lebend, und versuche mich des öfteren zur Zeit an Realisierungen von einfachen und komplexen Websiten mit Modx CMS Lösungen. Die hiesige Seite ist mein Spielplatz, auf der ich mich austobe.

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